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Deutschland und die Mongolei: bilaterale Beziehungen

08.10.2026 - Artikel

Ländername: Mongolei; mongolisch: Mongol Uls

Aufnahme diplomatischer Beziehungen:

  • 31.01.1974 (Bundesrepublik Deutschland)
  • 13.04.1950 (Deutsche Demokratische Republik)

Regierungsform: Parlamentarische Demokratie

Im Rahmen des Staatsbesuchs von Bundespräsident Steinmeier anlässlich des 50. Jubiläums diplomatischer Beziehungen wurde am 07.02.2024 eine Strategische Partnerschaft mit der Mongolei vereinbart. Grundlage der Beziehungen sind daneben die Gemeinsame Erklärung über umfassende Partnerschaftsbeziehungen vom 05.09.2008 sowie das Abkommen über Zusammenarbeit im Rohstoff-, Industrie- und Technologiebereich vom 13.10.2011.

Die enge Verbindung zwischen Deutschland und der Mongolei reicht bis in die 1920er Jahre zurück. Sie ist auch durch die guten Beziehungen der DDR zur Mongolischen Volksrepublik geprägt.

Seit dem demokratischen Neuanfang der Mongolei 1990 wurde diese enge Partnerschaft im wiedervereinigten Deutschland weiterentwickelt. Sie erstreckt sich auf alle Bereiche des politischen und kulturellen Lebens. Die Mongolei sieht Deutschland als einen ihrer „Drittnachbarn“ und wichtigen Partner innerhalb der Europäischen Union an. Ca. 30.000 Mongolinnen und Mongolen (1% der Bevölkerung) sprechen deutsch.

International treten beide Staaten, insbesondere im Rahmen der Vereinten Nationen, für Demokratie und Menschenrechte ein. Auch nach Beendigung des langjährigen gemeinsamen sicherheitspolitischen Engagements in Afghanistan wird die militärpolitische Zusammenarbeit fortgesetzt. Hier liegt der Fokus besonders im Bereich der militärischen Ausbildung.

Bei der entwicklungspolitischen Zusammenarbeit war Deutschland 2024 der viertgrößte Geber (Quelle: https://data-explorer.oecd.org/s/5h7). Der Fokus liegt auf den Themen Energieeffizienz, Biodiversität, nachhaltige Wirtschaftsförderung sowie auf der beruflichen Ausbildung im Handwerks- und Hochschulbereich. Neben staatlichen deutschen Akteuren wie GIZ und KfW sind auch drei politische Stiftungen (siehe „Nützliche Links“ unten) seit vielen Jahren im Lande aktiv.

Schwerpunkt der bilateralen Wissenschaftskooperation sind die gemeinsamen archäologischen Forschungen auf dem Areal der alten mongolischen Hauptstadt Karakorum.

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