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Entwicklungspolitische Zusammenarbeit
Die Entwicklungspolitische Zusammenarbeit zwischen der Mongolei und Deutschland hat eine fast hundertjährige Tradition
Die enge Verbindung zwischen Deutschland und der Mongolei reicht bis in die 1920er Jahre zurück und hat sich seit dem demokratischen Neuanfang der Mongolei 1990 zu einer engen Partnerschaft entwickelt, die sich auf alle Bereiche des politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Lebens erstreckt. Die Bundesrepublik gehört seither zu den wichtigsten entwicklungspolitischen Partnern der Mongolei.
Auf dem aktuellen Index der menschlichen Entwicklung der Vereinten Nationen (HDI) steht die Mongolei auf Platz 104 von 193 ausgewerteten Staaten.
Trotz Rohstoffboom und anhaltenden Wachstumsraten bremsen die schwache Infrastruktur des Flächenlandes, ein Mangel an Fachkräften und ein mit Unsicherheiten behaftetes Rechtssystem die Entwicklung der Mongolei. Besonders die ländlichen Regionen haben großen Nachholbedarf. Eine wachsende Umweltzerstörung durch Bergbau und Überweidung droht vor allem der nomadisch lebenden Bevölkerung die Lebensgrundlage zu entziehen. Der mongolische Naturraum aus Steppe, Wüste und Hochgebirge reagiert überdies sehr sensibel auf klimatische Veränderungen. Bereits jetzt sind die Temperaturen gegenüber dem langjährigen Mittel stark angestiegen, was zu einem Auftauen der Permafrostböden und einer zunehmenden Versteppung der Landschaft führt.
Die entwicklungspolitische Zusammenarbeit konzentriert sich vor diesem Hintergrund auf folgende Schwerpunkte:
- Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen;
Aktionsfelder: Biodiversität, Wald - Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung, Ausbildung und Beschäftigung;
Aktionsfelder: Berufliche Bildung, Privatsektor- und Finanzsystementwicklung - Klima und Energie, Just Transition;
Aktionsfeld: Erneuerbare Energien und Energieeffizienz
Ein besonderer Fokus liegt auf der beruflichen Ausbildung im Handwerks- und Hochschulbereich. Neben den staatlichen deutschen Akteuren GIZ, KfW, Physikalisch-Technische Bundesanstalt und Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe sind auch die politischen Stiftungen (Konrad Adenauer-, Friedrich Ebert- und Hanns Seidel-Stiftung) und die Sparkassenstiftung seit vielen Jahren im Lande aktiv.
Weitere Informationen finden Sie auf der Länderinformationsseite des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).