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Kultur, Bildung, Religion

01.12.2017 - Artikel

Stand: Oktober 2018

Kultur und Bildung

Wie in anderen ehemals sozialistischen Ländern kam dem Kultur- und Ausbildungsbereich auch in der Mongolei in der Vergangenheit hohe Priorität zu. Er erhielt daher überdurchschnittliche Subventionsleistungen. Umso einschneidender wirkten sich die wirtschaftlichen Zwänge der Transformation aus, vor allem im Sekundarschulsystem und im Berufsbildungssektor. Der Alphabetisierungsgrad ist sehr hoch und beträgt in der Altersgruppe der 15-24-jährigen bei den weiblichen 99% und bei den männlichen Jugendlichen 98%.

Die Regierung war in den letzten Jahren sehr bemüht, die Reform des Bildungssektors voranzubringen und Fehlentwicklungen der vergangenen Jahre zu korrigieren. Ziel ist es unter anderem, die Ausbildungen in technischen Berufen verstärkt zu fördern, um die wirtschaftliche Entwicklung zunehmend mit nationalen Fachkräften gestalten zu können. Mit dem Schuljahr 2015/2016 wurde die Hochschulreife erstmals mit Abschluss der 12. Klasse erteilt. Das Einschulungsalter wurde von sieben auf sechs Jahre herabgesetzt.

Sowohl der staatliche als auch der stark expandierende private Bildungssektor suchen die Kooperation mit ausländischen Bildungsträgern, um Hochschulbildungsangebote auf internationalem Niveau etablieren zu können. Nach wie vor strebt die Mehrzahl der begabten und aus vermögenden Elternhäusern stammenden Studenten einen Hochschulabschluss im Ausland an.

Ein zentrales Projekt der Kooperation im Hochschulsektor ist die 2014 eingerichtete deutsch-mongolische Hochschule für Rohstoffe und Technologie (DMHT) in Nalaikh. Ziel ist es, junge Fachkräfte für die Rohstoffwirtschaft und sich entwickelnde nachgelagerte Industrien der Mongolei auszubilden. Im Sommer 2018 haben die ersten Absolventen ihr Bachelor- Studium abgeschlossen.

 An den zwölf PASCH-Schulen lernen aktuell 3.200 Schülerinnen und Schüler die deutsche Sprache. An sechs von den zwölf Schulen wird das Deutsche Sprachdiplom (DSD) angeboten.

Religion

Mit der Demokratisierung ist der unter kommunistischer Herrschaft unterdrückte Buddhismus wieder aufgelebt. Die Verfassung sieht die Trennung von Kirche und Staat vor; dementsprechend entwickeln sich die religiösen Aktivitäten vornehmlich auf der Grundlage von privaten und kirchlichen Spenden aus dem In- und Ausland. Inzwischen sind über 150 Klöster und ca. 3.000 Lamas wieder im Lande aktiv. Parallel dazu ist in den letzten Jahren eine zunehmende Wiederbelebung alter schamanistischer Rituale zu verzeichnen. Die Zahl der Mongolen mit christlichem Glauben nimmt ebenfalls zu.

Hinweis:
Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 

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