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Archäologische Forschungen in der Mongolei

бичигтэй хонх

бичигтэй хонх, © webteam

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худаг
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Die im September 1998, also vor 20 Jahren, auf historischem Grund der alten Hauptstadt Karakorum zwischen Deutschland und der Mongolei begründete archäologische Forschungskooperation geht jeweils im Sommer in die intensivste Phase eines jeden Forschungsjahres. Die Grabungskampagnen erstrecken sich längst über Karakorum hinaus. Ein Team von Archäologen des Deutschen Archäologischen Instituts (DAI) und der Mongolischen Akademie der Wissenschaften erforscht seit 2007 systematisch Karabalgasun, die alte uighurische  Hauptstadt am Fluss Orkhon. Ein weiteres Team aus mongolischen und deutschen Archäologen der Universität Bonn erforscht seit Jahren früheisenzeitliche Gräber-Felder im oberen Orkhon-Tal. Die Archäologen stießen in diesem Jahr bei ihren Grabungen auf einer Anhöhe auf Reste eines Fundaments eines kleinen Tempelbaus, der möglicherweise aus dem 15./16. Jahrhundert stammt. In Karabalgasun hatten die Archäologen beim Abschluss der Ausgrabung eines großen Brunnens innerhalb der Zitadelle der Festungswallanlage großes Fundglück. Neben zahlreichen Gefäßen, Resten von Tier-Figuren und einem großen vergoldeten Türschluss wurde auch eine Glocke mit der Innschrift „ 8-faches Glück und 6-fache Tugenden mögen die 10 Himmel erreichen“ nach über 1.000 Jahren am Grunde des Brunnes, erstmals wieder ans Tageslicht und zum Klingen gebracht wurde.

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